Die Presse über die FDP Haltern am See
Mittelstand Entlasten
Wochenkommentar - Zu viele Zweitfernseher?
schrieb in der Ausgabe vom 24.04.2010:
Wochenkommentar - Zu viele Zweitfernseher?
Von Thomas Liedtke
Haushalt 2010
schrieb in der Online-Ausgabe vom 22.04.2010:
Große Mehrheit für den Entwurf des Bürgermeisters
Von Thomas Liedtke am 22. April 2010 20:42 Uhr
Mit großer Mehrheit stimmte der Rat am Donnerstagabend dem Haushalt 2010 mit einem Rekorddefizit von knapp 19 Mio. Euro zu. Die größten Bauchschmerzen hatte noch die FDP, deren zwei Ratsmitglieder sich enthielten.
Ein Antrag der WGH, die Überweisungen an den Fonds Deutsche Einheit abzulehnen, fand keine Mehrheit. Allerdings stimmten auch Mitglieder der CDU- und der Grünen-Fraktion für diese Forderung. Konkrete Auswirkungen hätte ein solcher Beschluss nicht gehabt, wie Bürgermeister Bodo Klimpel erläuterte. Der Betrag werde ohnehin vom Land mit dem Einkommenssteuerzuschuss verrechnet. So blieb es beim verbalen Protest, der sich durch alle Fraktionen zog.
Franz Schrief (CDU)
Für die CDU eröffnete Franz Schrief die Debatte. Er beklagte, dass manchem Ratsmitglied offensichtlich nicht klar sei, wie miserabel die finanzielle Lage der Stadt sei. Anders seien die Forderungen der SPD nach einem kostenfreien Mittagessen für bedürftige Kinder und der Grünen nach der Verfeuerung von Rapsöl im Schulzentrum nicht zu erklären. Einmal mehr kritisierte Schrief die Politik von Bund und Land. In Düsseldorf und Berlin würden Wohltaten auf den Weg gebracht, für die dann letztendlich die Städte bezahlen müssten. Schrief sprach sich dagegen aus, weitere Strukturen in der Stadt zu zerschlagen, kündigte aber höhere Belastungen für die Bürger an. Die Verwaltung müsse die Erhöhung von Mieten, Pachten, Gebühren und Beiträgen prüfen. Auch bei der Gewerbe- und Grundsteuer sei die CDU zu schmerzhaften Einschnitten bereit, dies aber nur im Einklang mit allen Städten des Kreises Recklinghausen. „Uns erwarten schwierige Sparmaßnahmen“, so Schrief. „Wir brauchen ein neues Denken, um diese großen Herausforderungen bewältigen zu können.“
Heinrich Wiengarten (SPD):
SPD-Fraktions-Vorsitzender Heinrich Wiengarten kritisierte die mangelnde Unterstützung der Städte durch den Bund. „Wenn denn die großen Banken wirklich systemrelevant sind, …, dann sind es die Kommunen erst recht.“ Leider werde die Systemrelevanz der Städte und Gemeinden von den Regierungen ignoriert. Wiengarten betonte, dass die katastrophale Finanzsituation der Städte nicht hausgemacht sei. Von daher sei es unerträglich, wenn Landesinnenminister Wolf den Städten mangelnde eigene Anstrengungen vorwerfe. Unerträglich sei auch die Arroganz des Landesfinanzministers Linssen, wenn dieser den Städten vorwerfe, keine intelligenten Lösungen für die kommunalen Finanzprobleme zu haben. Bei der Finanzierung der Mittagsverpflegung sieht der SPD-Fraktions-Chef auch die Stadt in der Pflicht. Mit einer Unterstützung von 50 Cent für alle bedürftigen Kinder – auch im Kindergartenbereich – könnten die Sponsoren entlastet werden.
Michael Zimmermann (Grüne)
Ein klares Bekenntnis zum Erhalt von Einrichtungen wie Musikschule, Trigon, VHS oder Bücherei legte Michael Zimmermann (Grüne) ab. Diese Angebote gehörten zur Daseinsvorsorge einer Kommune mit fast 40 000 Einwohnern, auch wenn es freiwillige Leistungen sind. Die Stadtwerke sieht Zimmermann vor einer Herkulesaufgabe: „Wir wollen die Verluste von Bädern und Seestadthalle reduzieren und gleichzeitig ein attraktives Angebot vorhalten. Und wir wollen und müssen endlich in die Eigenerzeugung von Energie mit regenerativen Energieträgern einsteigen.“ Deshalb seien Maßnahmen zum effizienteren Betrieb von Bädern und Seestadthalle dringend erforderlich.
Ludwig Deitermann (WGH)
Ludwig Deitermann (WGH) sprach sich klar gegen eine Erhöhung der Gewerbesteuer aus. Der Hebesatz von 450 Prozent sei ohnehin schon deutlich höher als in benachbarten Münsterlandkommunen. Einmal mehr kritisierte er die Ausgabe für den geplanten Gestaltungsbeirat. Selbst für die Ausbesserung von Straßen oder Spielplätzen sei dieses Geld besser investiert. Für die nächsten Jahre fordert die WGH eine Reduzierung der Beförderung bei der Stadt. Die Sicherheit des Arbeitsplatzes könne durchaus als Lohnbestandteil bewertet werden.
Dr. Ariane Schmidt (FDP)
Dr. Ariane Schmidt (FDP) beklagte, dass die Städte über ihre Verhältnisse leben. Die Landeszuwendungen seien
so hoch wie nie und dennoch überstiegen die Ausgaben alles bisher Dagewesene. Sie forderte ein Umdenken im Einnahme- und vor allem im Ausgabeverhalten. Die Stadt müsse mit Kreativität und Engagement auf einen Haushaltsausgleich hinarbeiten. Dies vermisse die FDP im vorliegenden Plan.
Jacqueline Uherek (Linke)
Jacqueline Uherek (Linke) sieht die Stadt „mit dem Rücken zur Wand“. Über alle Parteigrenzen hinweg müsse es Bestrebungen für eine solide Finanzausstattung der Kommunen geben.
Auf der Internetseite der Halterner Zeitung finden Sie die original Reden der jeweiligen Parteien
Link zur Halterner Zeitung - Haushalsreden der Parteien
Kurz und knackig: Diskussionsabend mit Landtagskandidaten
schrieb in der Online-Ausgabe vom 16.04.2010:
Kurz und knackig: Diskussionsabend mit Landtagskandidaten
Von Silvia Wiethoff am 16. April 2010 14:17 Uhr
Vier Landtagskandidaten, vier Tische, viermal 20 Minuten Gesprächszeit gleich politisches Speed-Dating. So gestaltete die KAB Haltern unter Leitung von Detlef Völkering am Donnerstagabend eine Diskussion mit Josef Hovenjürgen (CDU), Hans-Peter Müller (SPD), Thorsten Winskowski (Bündnis 90/Die Grünen) und Simon Avakian (FDP).
Nur jeweils fünf Minuten blieben den Kandidaten, um in einer Vorstellungsrunde die eigene Person und das Parteiprogramm vorzustellen. Dann sollte es ans „Eingemachte“ gehen. „220 000 weniger Arbeitslose als 2005, 250 000 sozialversicherungspflichtige Jobs mehr“ – Politprofi Hovenjürgen brauchte nicht einmal fünf Minuten, um seine Botschaft an Frau und Mann zu bringen: Die Landesregierung macht ihre Sache gut und sollte beauftragt werden, ihre Arbeit fortzusetzen.
Schwerpunkte seien vor allem in der Bildungspolitik gesetzt worden. „Ich kämpfe dafür“ beantwortete der Kandidat, der als einziger bereits im jetzigen Landtag vertreten ist, die Frage, ob es für ihn am 9. Mai wieder eine Direktwahl geben werde.
Thorsten Winskowski hofft für die Grünen, dass sie wieder Verantwortung übernehmen dürfen. Er warb vor allem für die Bildungspolitik der Grünen, die ein gemeinsames Lernen aller Kinder (auch von Behinderten) vorsehe. Außerdem setzt er auf den so genannten „Green New Deal“ und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Umweltbereich, zum Beispiel bei der Nutzung erneuerbarer Energien.
In der SPD spielt Bildung eine wichtige Rolle
„Mit aller `Kraft´ an die Regierung“ will Hans-Peter Müller mit der SPD. Auch bei ihm spielte das Thema Bildung eine wichtige Rolle. Kostenlos sollte diese sein – von der Kindertagesstätte bis zum Studium. Neben dem Mittelstand brauche das Land nach wie vor die Industrie. „Nur vom gegenseitigen Haareschneiden können wir nicht leben“, erklärte Müller.
Mittelstand und kleine Unternehmen nahm Simon Avakian in den Fokus. Die Liberalen wollten bürokratische Hürden für Existenzgründer abschaffen und NRW zum Innovationsland Nummer eins machen. Er lobte die Halterner Innenstadt, die „kein 08/15-Bild“ abgebe. Wie in ganz Nordrhein Westfalen sollte das dreigliedrige Schulsystem auch in Haltern erhalten bleiben und sich die Hauptschule stärker mit der Wirtschaft vernetzen.
Hier geht es zum FDP-Landtagskandidaten Simon Avakian
Bildung in NRW - Eine Erfolgsstory geht weiter? - Eine Aktion der FDP Haltern am See
Aktion "Sauberes Haltern 2010"
430 Helfer sammelten 72 Kubikmeter Müll
schrieb in der Online-Ausgabe vom 21.03.2010:
Sauberes Haltern
430 Helfer sammelten 72 Kubikmeter Müll
Von Ellen Adam am 21. März 2010 12:08 Uhr
HALTERN
Unaufhörlich schiebt sich der Frontlader zwischen der Abladestelle auf dem Baubetriebshof und den Müllcontainern hin und her. Hunderte blauer Säcke lässt er nach und nach in zwei 36 cbm-Containern verschwinden.
Drei Familien um Dirk Ehrenheim, Anwohner der Straßen Seeblick, Hetfeld und Stockwiese, konnten ihre Säcke an der Strandallee schnell füllen. Auch Großteile waren dabei. „Für die Kinder eine lehrreiche Erfahrung“, meinten die Eltern.
Daneben häufen sich rund 15 cbm Grünabfälle, die ganz nebenbei mit entsorgt werden. Es ist fast 14 Uhr am Samstag an der Annabergstraße.
Altreifen, Taschen, jede Menge Scherben, Glasflaschen, Dosen, Papier, Schrott jeder Art sammelten 430 Helfer seit dem frühen Morgen im ganzen Stadtgebiet. 32 Gruppen meldeten sich bei Norbert Bornemann, Stadt Haltern, für die sechste Aktion „Sauberes Haltern“ an. Er organisierte die Tour, koordinierte die Straßenbereiche und ließ die prall gefüllten Säcke laufend abtransportieren.
So viel Müll
Jutta Nolte machte sich, wie etliche Privatpersonen mehr, mit ihren drei Töchtern Helen, Kim und Jule zum ersten Mal auf zur Müllsammeltour. „Wir haben uns immer wieder neue Säcke geholt“, berichtet die junge Mutter, „so viel Müll an der Annabergstraße/Conzeallee, das ist nicht schön“. Die kleinen Mädchen halfen unaufhörlich mit. Kim fand es ungeheuerlich, wie viele Prospekte einfach auf der Straße entsorgt werden und Jule hoffte auf die dickste Grillwurst bei der „Helferparty“ auf dem Gelände des Baubetriebshofes.
Helferparty
Die aber war für alle fleißigen Sammler verdientermaßen gleich groß. 150 Helfer kündigten sich für die Bewirtung an. In Regenjacken und Gummistiefeln ließen sie die Aktion in den Räumen des Baubetriebshofes ausklingen.
Eine Aktion, die für viele Vereine, Parteien und andere Interessensgruppen inzwischen zur jährlichen Pflichtveranstaltung wurde und besonders in Jugendgruppen als „Lehrstunde für Umweltschutz“ genutzt wird. Die Bilanz: "72 cbm Müll, 15 cbm Grünabfälle, 430 Teilnehmer in 32 Gruppen – damit haben wir das Ergebnis von 2008 wieder erreicht. 150 Zangen und 360 Paar Handschuhe wurden ausgegeben“, erläuterte Norbert Bornemann.
Mehr zu diesem Thema
Fotostrecke:
So war die Müllsammelaktion
(Bild 6 zeigt unsere Neumitglied Tobias Klostermann wie er sich in den Wald schlägt um auch dort den Unrat zu entsorgen. Auf Bild 8 sehen Sie unser Fraktionsmitglied Kai Surholt, den JuLis Vorsitzenden Sebastian Schwan und Philipp Verbnik, Pressesprecher der FDP)
Liberale haben Nachwuchs
Der Stadtspiegel Haltern am See
schrieb in der Ausgabe vom 20.01.2010:

Dr. Albrecht Moslehner
schrieb in der Ausgabe vom 18.01.2010:

Junge Liberale starten durch
Acht Mitglieder gründeten einen eigenen Stadtverband
schrieb in der Ausgabe vom 07.01.2010:

Dr. Ariane Schmidt, FDP-Vorsitzende Haltern am See, beglückwünscht den frisch gewählten Vorstand des Halterner Stadtverbandes der JuLis
Die Jungen Liberalen (JuLis) haben ihren eigenen Stadtverband gegründet. Die Nachwuchsorganisation der Liberalen möchte politisch interessierten jungen Menschen ein Angebot zum Mitmachen bieten, aber auch selbst aktiv werden. Zum Vorsitzenden der JuLis wurde Sebastian Schwan (25) gewählt. Tim Rohkemper (22) wird das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernehmen. Philipp Verbnik (27) ist als Schatzmeister für die Finanzen zuständig. „Zurzeit zählt der Stadtverband acht Mitglieder“, so Schwan, „weitere politisch interessierte junge Menschen zwischen 14 und 35 sind uns jederzeit willkommen“.
Dem neuen Stadtverband der JuLis ist insbesondere die Vernetzung von Unternehmen und Schülern sowie die Unterstützung von Schulabgängern eine Herzensangelegenheit. „Wir möchten unseren Teil dazu beitragen, dass Absolventen, egal welcher Schulform, einen Ausbildungsplatz in und um Haltern am See finden“, so Rohkemper, „denn nichts schadet unserer Gesellschaft mehr als die Perspektivlosigkeit junger Menschen.“
Die Liste der Themen, für die sich die JuLis darüber hinaus stark machen, reicht vom Schutz der Privatsphäre über die Bekämpfung von Intoleranz bis hin zu mehr Autonomie für Bildungseinrichtungen. Eine gute Gelegenheit, durch ungewöhnliche Aktionen für ihre Positionen zu werben, sehen die JuLis im bevorstehenden Landtagswahlkampf.
HalternerZeitung Jahresrückblick 2009
schrieb im Jahresrückblick 2009:



Für FDP kein Platz im Rathaus
schrieb in der Ausgabe vom 27.10.2009:

SPD bricht ein - Freunde bei der FDP
Von Thomas Liedtke und Felix Guth, Halterner Zeitung, am 27. September 2009 19:50 Uhr
Der bundesweite Trend bestätigte sich auch in den 22 Stimmbezirken der Seestadt. Die CDU liegt mit 39,2 Prozent der Zweitstimmen deutlich vor der SPD (26,1). Die Union gewann in Haltern sogar Stimmen gegenüber 2005 hinzu. Freude herrscht bei der FDP, die ein starkes Ergebnis einfuhr.
SPD am Boden: In den meisten Halterner Stimmbezirken mussten die Sozialdemokraten massive Verluste hinnehmen. Gewinner war dagegen die FDP.
Die Liberalen steigerten ihr Ergebnis von 8,5 auf 13,6 Prozent. Doch auch die Grünen (10,6 Prozent) und Die Linke (6,4 Prozent) steigerten ihren Stimmenanteil im Vergleich zur Wahl vor vier Jahren.
SPD verliert ein Drittel seiner Wähler
„Für uns kam es wieder knüppeldick“, kommentierte SPD-Fraktionsvorsitzender Heinrich Wiengarten die Zahlen im Rathaus. In absoluten Zahlen liest sich der Verlust von gut 13 Prozent so: 9829 Halterner wählten 2005 die SPD, 2009 nur noch 6238. Die Partei verlor damit ein Drittel ihrer Wähler.
Die Wahlbeteiligung lag mit 78,7 Prozent deutlich unter der von 2005 (83,6 Prozent). Bei den Erststimmen konnte sich Astrid Timmermann-Fechter mit großem Abstand in Haltern durchsetzen. Über 3000 Stimmen mehr als ihr Gegenkandidat Michael Groß (SPD) reichten aber nicht für den Einzug in den Bundestag. Groß gewann den Wahlkreis, zu dem auch Herten, Datteln, Marl und Oer-Erkenschwick gehören klar.
Radikale Parteien ohne Bedeutung - 1,6 Prozent für die "Piraten"
Mit Dr. Albrecht Moslehner trat für die FDP ein Kandidat aus Haltern an. Er schaffte es zwar nicht in den Bundestag, zeigte sich aber dennoch bei der Präsentation der Ergebnisse gestern Abend im Rathaus sehr zufrieden. Mit 9,8 Prozent der Erststimmen erzielte er persönlich ein sehr gutes Ergebnis, das vom Zweitstimmenergebnis der FDP noch getoppt wurde.
Die Parteien vom äußersten rechten und linken Rand blieben jeweils deutlich unter einem Prozent. Stärkste der sonstigen Parteien waren die Piraten mit 388 Simmen (1,6 Prozent).
Junges FDP-Team will aufräumen
Partei plant Ausbildungsbörse
Junges FDP-Team will aufräumen
Von Thomas Liedtke, Halterner Zeitung, am 6. Oktober 2009 08:49 Uhr
Montagmorgens um 8 Uhr trifft sich die FDP zur Fraktionssitzung. Wer aufräumen will, sollte früh aufstehen. Und aufräumen will die FDP...
...mit dem traurigen Bild, dass sie in den letzten zehn Jahren abgegeben hat,
* mit dem Etikett, dass sie ein Anhängsel der CDU sei,
* mit der pessimistischen Grundeinstellung, dass die Finanznot alle guten Vorhaben erstickt,
* mit dem Vorurteil, dass sich junge Menschen nicht für Politik interessieren.
„Wir sind eine junge, begeisterungsfähige Truppe“, sagt Ariane Schmidt, Vorsitzende des Ortsverbandes, die auch die zweiköpfige Fraktion führt. Mit Kai Surholt schaffte ein zweiter FDP-Kandidat den Sprung in den Rat, so dass die Freidemokraten erstmals Fraktionsstatus in Anspruch nehmen können.
Das ist wichtig für das politische Tagesgeschäft, bringt aber auch viel Arbeit. Acht Fachausschüsse müssen die beiden Ratsmitglieder unter sich aufteilen.
Viel Arbeit
Jeweils ein weiteres Mitglied des liberalen Ortsverbandes soll als Zuhörer an den Sitzungen teilnehmen und bei der Vorbereitung helfen. So soll der Zusammenhalt gefördert und die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt werden.
Fester Termin ist der erste Donnerstag im Monat, an dem sich die ganze Mannschaft trifft. Bei dieser Gelegenheit werden auch außerparlamentarische Aktivitäten besprochen – zum Beispiel eine Ausbildungsbörse. Als Zahnärztin, die Arzthelferinnen ausbildet, weiß Ariane Schmidt, wie wichtig es ist, dass Betrieb und Auszubildender zueinander passen.
Initiative gefordert
Die Ausrede, dass der Stadt die Mittel für eine solche Börse fehlen, will die FDP nicht gelten lassen. „Dann müssen wir es eben selbst in die Hand nehmen“, so Kai Surholt. Die Finanznot der öffentlichen Hand erfordere mehr Initiative von Bürgern und Vereinen. Für Surholt war das auch der entscheidende Grund, in die Politik zu gehen – sich einzumischen.
Sieht sich die FDP als Opposition in Haltern? Wenn Opposition bedeutet, gegen alles zu sein, dann nicht, so Ariane Schmid: „Aber, wir machen unsere eigene Politik.“
FDP: Haltern nicht mehr länger ein weißer Fleck
Christian Lindner in Haltern am See

Christian Linder, MdL
HALTERN Bei seinem Auftritt vor den "neuen Liberalen" in Haltern überzeugte NRW-Generalsekretär Christian Lindner (29) seine Parteifreunde in der FDP.Im vergangenen Jahr erhielt er den „Politik-Award“ als „Nachwuchspolitiker des Jahres 2008“, er steht auf Platz 9 der FDP-Landesliste für den Bundestag, und die Süddeutsche titelte eine Geschichte über ihn mit „Spitzname Bambi“. Aber Christian Lindner (29), Generalsekretär der FDP in NRW und seit 2005 auch stellvertretender Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, ist alles andere als sanft.
Knallhart für die Marktwirtschaft
Er vertritt knallharte Forderungen, mit denen er am Mittwochabend in Lippramsdorf die „neuen Halterner Liberalen“ begeisterte und sich im übrigen „außerordentlich freute, dass Haltern nicht mehr länger ein weißer Fleck“ auf der Karte der NRW-Liberalen ist.
Lindner verteidigte die soziale Marktwirtschaft, lehnte aber ein punktuelles Eingreifen des Staates (Beispiel Abwrackprämie) in die Wirtschaft ab. „Die soziale Marktwirtschaft bestraft die, die in der Hängematte bleiben wollen, aber belohnt die, die sich dem Leistungsprinzip öffnen.“
In Anspielung auf das „Finanzhaie“-Plakat der SPD zur Europawahl verwies der Landtagsabgeordnete auf die Forderung der Liberalen nach einer wirksamen Bankenaufsicht und dem Haftungsprinzip. „Wer Gewinne macht, muss auch für Verluste gerade stehen.“ Den Politikern sprach er jegliche Finanzhoheit ab, „weil die Bürger besser mit Geld umgehen können.“ Das wahre Instrument zur Ankurbelung der Konjunktur sei, die Steuern zu senken. „Aber das sind keine Steuergeschenke, sondern Sie, die Bürger, geben dem Staat Geld.“
Freie Arzt und Therapiewahl
Der MdLer plädierte für freie Arzt- und Therapiewahl, nannte den Gesundheitsfonds einen „Anreiz, Deutschland kränker zu machen.“ Zur Erreichung des Klimaziels sei die Kernenergie unerlässlich. Von den Gewinnen müssten die Konzerne einen „signifikanten Teil“ für Energieforschung und Senkung der Stromsteuer beim Verbraucher abzweigen. Last but not least entschulde nur ein neues Gemeindefinanzierungsgesetz die Kommunen. Konkret: Weg mit der Gewerbesteuer und Einführung einer Kommunalsteuer, die jeder Bürger an die Gemeinde zahlen müsse.
Schließlich wagte Lindner noch einen Blick in die Kristallkugel: „Fifty-fifty für Schwarz-gelb. Wir wollen keine Ampel-Koalition.“
(Text: Irene Stock, Halterner Zeitung vom 03.07.2009)
FDP will frischen Wind bringen
Irene Stock, Halterner Zeitung, am 5. Juni 2009 17:50 Uhr
Die FDP wird keinen eigenen Bewerber um das Bürgermeisteramt ins Rennen schicken, Ziel ist aber, „ein, zwei Leute“ in den Rat zu bekommen. Mit Ideen zur Stadtentwicklung will sie punkten.
Nach den parteiinternen Zwistigkeiten und einem Ratsvertreter, der mehr durch Abwesenheit denn konstruktiver Politik glänzte, stellte sich am Donnerstagabend die Mannschaft vor, die zur Kommunal- bzw. Kreistags- und Bundestagswahl antritt. Jung, dynamisch, überschaubar, so beschreibt Vorsitzende Dr. Ariane Schmidt die Truppe, „die frischen Wind ins Rathaus bringen will“.
Vier Bezirke offen
Vier von 22 Wahlbezirken sind zwar noch nicht besetzt und das Wahlprogramm ist noch nicht gedruckt, aber die Themen sind gesetzt: öffentliche Sicherheit, Einzelhandel, Tourismus, Ehrenamt, Kinderbetreuung, Ausbildung. „Wir möchten einige erste Schritte in Haltern tun“, sagt Jörg-Uwe Banach, stellvertretender Vorsitzender.
Dass Haltern verstärkt Polizeipräsenz brauche, macht Banach an der Zahl der Delikte seit Jahresbeginn fest, „darunter viele Straftaten, die nachts passiert sind.“ Subventionspolitik ist für die Liberalen seit jeher ein rotes Tuch. Ein Nein gibt es darum zum Bergbau. Das Grundrecht des Menschen auf Eigentum sei mit den Folgen des Kohleabbaus nicht vereinbar. „Wir lehnen ein Kohlekraftwerk, das überdimensioniert ist, ab.“ Und: „Wenn schon ein Steinkohlekraftwerk, dann nur eines, das mit heimischer, nicht-subventionierter Steinkohle betrieben wird.“
Die Ansiedlung von Magneten wie McDonalds, H+M und einem Kaufhaus („wie in Dülmen“) kurbele die heimische Wirtschaft an. Das schaffe Arbeitsplätze und ein Angebot für junge Familien, verhindere den Kaufkraftabfluss und beschere Synergieeffekte für den bestehenden Einzelhandel.
Stiefkind Betreuung
Die Kinderbetreuung für Unter-Zweijährige werde in Haltern „wie ein Stiefkind behandelt“, kritisiert Schmidt (selbst bald dreifache Mutter). Eine Vermittlungsstelle für ehrenamtliche Kinderbetreuer („Oma und Opa“), angesiedelt im Rathaus, könne Defizite beheben.
In puncto Ausbildung plädieren die Liberalen für die Einrichtung einer städtischen Ausbildungsbörse, die gezielt Lehrstellen schafft und vermittelt. Auf Listenplatz 1 steht Dr. Ariane Schmidt, die zugleich für den Kreistag kandidiert. Auf Listenplatz 2 Kai Surholt, auf 3 Jörg-Uwe Banach. Dr. Albrecht Moslehner kandidiert für den Kreis- und den Bundestag.